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Geschichte der Galapagos-Inseln
Frühe Entdeckung
Die Walfänger
Darwins Besuch
Frühe Kolonisten
Frühe Entdeckung
Die Legende besagt, dass die Inkas die Galapagos-Inseln im 15. Jahrhundert entdeckt haben, da diese aber keine Schriftsprache hatten und keine Ruinen entdeckt wurden, konnte sich diese Legende bis heute nicht beweisen.
Daher wurden die Inseln offiziell erst während des 16. Jahrhunderts entdeckt, als die Spanier eine lukrative Schiffsroute entlang der Pazifikküste Ecuadors geschaffen hatten. Sie verschifften Inka-Gold nach Panama, verluden es auf Maultiere für die Reise durch die Landenge. An der Atlantikküste angelangt wurde es abermals auf Schiffe verladen und nach Spanien gesendet.
Die Reise zwischen Panama und Peru bekam eine häufig befahrene Route. 1535 war Tomás de Berlanga, der Bischof von Panama, auf seinem Weg nach Peru als sein Schiff durch die Strömungen vom Kurs abkam. Die Galapagos- Inseln wurden also durch Zufall "entdeckt". In einem Brief an den spanischen König beschreibt der Bischof die Inseln wie folgt: "Ich denke nicht, dass es hier einen Fleck Erde gibt, auf dem man Mais säen kann. Die Inseln bestehen hauptsächlich aus vielen großen Steinen und der Boden ist Unrat. Wertlos, da er noch nicht die Kraft besitzt, das kleinste bisschen Gras hervorzubringen."
Der Bischof und seine Crew, wie viele andere der frühen Besucher, erreichten die Insel durstig und waren bitter enttäuscht von dem dort herrschenden Wassermangel. Der Bischof gab den Inseln nicht einmal einen Namen. Zum ersten Mal tauchte der Name "Islas Galapagos" (Insel der Schildkröten) auf einer Karte im Jahre 1574 auf. Und blieb bis heute erhalten.
Während des 15. und 16.ten Jahrhunderts wurde die Westküste Südamerikas zu wertvollem Territorium für Piraten. Während die Spanier damit beschäftigt waren den Reichtum der Inkas einzusammeln und ins eigene Land zu verschiffen, überfielen Freibeuter und Piraten immer wieder die mit Schätzen beladenen Schiffe, um Reichtümer für sich selbst zu gewinnen.
Die Galapagos-Inseln wurden zum Lieblingsversteck dieser Piraten. Sie zogen sich dorthin (weitab der spanischen Schiffsrouten) zurück, um sich mit Frischwasser und Fleisch (Schildkröten) einzudecken. Andere Anzeichen der Piratenzeit sind die wilden Ziegen auf Floreana, Santa Cruz und Santiago. Sie sind Nachkommen der Ziegen, die diese Männer zurückgelassen haben.
William Ambrose Crowley zeichnete das erste Navigationsschaubild der Galapagos-Inseln. Als ein stolzer Engländer benannte er einige Inseln nach britischem Königtum und Militär.
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Die Walfänger
Während des 19.ten Jahrhunderts begann die Macht Spaniens in Lateinamerika abzuflauen. Die Länder Südamerikas begannen unabhängig mit England und Frankreich Handel zu betreiben und die Blütezeit der Piraten neigte sich dem Ende zu. Die industrielle Revolution hatte die Welt verändert, und jetzt waren Seefahrer eher auf der Suche nach Öl als auf der Suche nach Gold. Dieses Öl kam in Form von Walfischspeck.
Im Jahre 1792 erreichten britische Walfänger Galapagos und begannen die gewaltigen Kreaturen zu jagen. Der Auftrieb des Tiefenwassers im Archipel war eine exzellente Ernährungsgrundlage für Wale und die Inseln Isabela und Fernandina wurden zu den Lieblingsorten der Wale zum kalben.
Man glaubt, dass zwischen 1811 und 1844 fast 700 Walfangschiffe die Inseln besuchten. Walfischfang war ein lukratives Geschäft, mit wenigen Regulierungen. Der Schaden, welchen die Walfänger in der Umwelt Galapagos' verursachten, war beispiellos. Jedes einzelne Walfangschiff sammelte etwa 500-600 Schildkröten ein, um für die Reise frisches Fleisch zu beschaffen. Man schätzt, dass Walfangschiffe allein von Floreana um die 15000 Schildkröten entfernt haben, und damit die Ausrottung dieser Subspezies sowie der auf Santa Fe und Rabida hervorgerufen haben. Insgesamt wurden schätzungsweise 200000 Schildkröten von den Inseln entfernt und die Walfänger kreierten eine Reihe an Problemen, welche sie selbst lange überdauern würden. Sie schleppten eine Anzahl an Tieren ein, unter anderem schwarze Ratten, Katzen, Rinder, Esel, Ziegen und Hunde.
Im Jahre 1845 endete der Walfang auf Galapagos, und mit der Entdeckung des ersten gewerbsmäßigen Erdöls flaute der Walfang überall in der Welt rasch ab.
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Darwins Besuch
1835 besuchte die HMS Beagle die Galapagos- Inseln und Charles Darwin studierte die Flora und Fauna. Seine Beobachtungen beinhalteten die der Galapagos'schen Finken, die heute als "Darwins Finken" bekannt sind. Die Inseln sind das zu Hause von 13 verschiedenen Spezies, all diese haben sich über die Zeit in Größe und Form an ihren Lebensraum angepasst. Darwin notierte Ähnlichkeiten sowie Unterschiede in seinem Journal und fügte die Finken seiner Kollektion hinzu.
Seine Beobachtungen brachten ihn später zu der Schlussfolgerung, dass Flora und Fauna sich im Laufe der Zeit durch einen Prozess der natürlichen Auslese entwickeln. Darwin verbrachte die nächsten 20 Jahre seines Lebens damit, unterstützende Beiweise zusammen zu tragen und 1859 veröffentlichte er seine Arbeit unter dem Titel "On the Origin of Species by Natural Selection". 1959, zur 100 Jahr-Feier der Veröffentlichung des ersten Buches von Charles Darwin, wurde die Charles Darwin- Stiftung und der Galapagos Nationalpark ins Leben gerufen. Nur wenige Jahre später wurde die Charles Darwin Forschungsstation mit ihrem Forschungsschiff "Beagle" gegründet, um die Welt über Darwins Theorien zu informieren. Die Galapagos-Inseln wurden als Darwins "Labor der Evolution" bekannt.
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Frühe Kolonisten
In den Jahren des Walfangs trafen die ersten Siedler auf Galapagos ein. Patrick Watkins war auf der Insel Floreana gestrandet und lebte dort für 2 Jahre. Er kultivierte Gemüse und tauschte dieses bei vorbeifahrenden Schiffen gegen Rum ein. 1809 stahl er ein Boot von einem vorbeifahrendem Walfangschiff und mit der Hilfe von 5 entführten Besatzungsmitgliedern segelte er ans Festland. Als das Boot schlussendlich Guayaquil erreichte war Watkins der einzige Überlebende.
Im Laufe des nächsten Jahrhunderts würden Besucher und Siedler kommen und gehen, Geschäftsentwürfe wurden ausgebrütet, aber nur wenige überdauerten bis in die 1920'er und 1930'er Jahre. 1932 wurden die Inseln offiziell von Ecuador einverleibt und in das "Archipel Ecuadors" umbenannt. William Bebe's Buch "Galapagos- Worlds End" wurde 1924 veröffentlicht. Das Buch beschrieb detailreich die Beobachtungen seiner wissenschaftlichen Expedition. Die Schilderungen und Illustrationen stellten Galapagos als Utopia dar und inspirierten einen neuen Ansturm von Besuchern und Siedlern.
Als sich die Geschichten dieses Neulandes rund um die Welt verbreiteten machten sich viele Neugierige auf den Weg nach Galapagos, um sich dort ihren Traum zu erfüllen. Eine Gruppe von 22 Norwegern erreichte die Insel Floreana 1925, um ihr Glück mit der Fischerei zu versuchen. Die Geschichten von William Bebe berichteten leider nichts von den Schwierigkeiten, in einem Areal mit wenig Regen zu leben, und innerhalb eines Jahres verließ der Großteil der Gruppe das Projekt.
Die berühmtesten Siedler waren jene, die die Insel Floreana kolonisierten. Es wurden unter anderem die Bücher "The Galapagos Affair", "Floreana" and "My Father's Island" veröffentlicht.
Ein exzentrischer deutscher Doktor und seine Geliebte gründeten eine kleine Farm auf Floreana. Sie lebten glücklich in ihrem "Garten Eden", wurden hin und wieder von vorbeifahrenden Schiffen besucht und schrieben die Erlebnisse ihres Nudismus, ihrer medizinischen sowie experimentellen Diäten nieder. Innerhalb weniger Jahre schließen sich eine deutsche Familie (die Wittmer's, welche auch heute noch auf der Insel leben) und eine Freiherrin mit ihren 3 Liebhabern an.
Die Fehde der Siedler erreichte einen Höhepunkt im mysteriösen Verschwinden und vermutetem Mord der Freiherrin und einem ihrer Geliebten, sowie dem unglücklichen Tod eines anderem Liebhaber und der Vergiftung des Doktors.
Während des 2.ten Weltkrieges traf die amerikanische Landesregierung auf den Inseln ein. Sie konstruierten einen Luftwaffenstützpunkt auf der Insel Baltra, um den Panama-Kanal vor den drohenden Japanern zu schützen. Nach dem Krieg wurde der Stützpunkt and all seine Einrichtungen an die ecuadorianische Landesregierung übergeben. Die damalige Landebahn wurde in den heutigen Flughafen umfunktioniert.
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