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Galapagos:
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Pflanzen sind der Ursprung allen Lebens auf den Galapagos Inseln.
Von den 500 Arten der höherentwickelten Pflanzen sind 40% endemisch. Hinzu kommen 200 Spezies an eingeführten Pflanzen und weitere 500 Spezies an Moospflanzen, Flechten und Leberblümchen. Diese Kombination verleiht Galapagos sein einzigartiges, komplexes Ökosystem in den verschiedenen Vegetationszonen.
Von den Mangrovensümpfen, die die feuchte Küstenzone bedecken, der Opuntie des ariden Tieflandes bis hin zu den Scalesien und Miconien im luftfeuchten Hochland - Galapagos beherbergt ein hochinteressantes Aufgebot an Flora.
Oberseite
Vegetationszonen
Das Klima auf den Inseln variiert vom trockenem Tiefland entlang der Küste bis hin zum luftfeuchtem Hochland nahe den Vulkanspitzen.
Insgesamt existieren 7 Vegetationszonen innerhalb des Archipels. Vielerlei Pflanzen und Tiere haben sich im Laufe der Zeit an die biologischen Gegebenheiten der verschiedenen Inseln angepasst.
Küstenzone
Die niedrigstgelegene Zone der Insel ist die Küstenzone. Die Pflanzen, welche am Rande des Meeres wachsen, kann man in zwei Gruppen unterteilen, in die der feuchten Küstenzone und in die der trockenen Küstenzone.
Die Mangroven bewohnen die feuchte Küstenzone. Diese Bäume sind salztolerant und ihre Wurzeln liegen im flachen, schlammigen Brackwasser. Auf Galapagos existieren 4 verschiedene Spezies von Mangroven: Die schwarze Mangrove, die weiße Mangrove, die rote Mangrove und die Buttonmangrove
Aride Tieflandzone oder Trockenzone
Landeinwärts von der Küstenzone findet man die aride, wüstenartige Tieflandzone. Diese Region ist das zu Hause vieler Kakteen, wie z.B. verschiedener Baum-Opuntien, dem Lavakaktus, dem Galapagos-Säulenkaktus sowie verschiedener Kletterpflanzen. Die endemische Lava-Prunkwinde und die endemische Passionsblume können ebenfalls in dieser Zone gefunden werden. Im oberen Teil des ariden Tieflandes kann man den Palo Santo-Baum mit seiner Kollektion an Flechten bewundern.
Die Übergangszone
Je höher gelegen, desto häufiger ist das Vorkommen diverser Pflanzen. In der Übergangszone kommen Pflanzen beider Zonen, des ariden Tieflandes und der Scalesia Zone vor. Diese Zone beherbergt eine Vielfalt an kleinen Bäumen und Sträuchern, unter anderem den endemischen Pega Pega-Baum sowie den Guayabila-Baum. Beide tragen eine kleine weiße Blüte, welche sich zu einer ähnlichen Frucht wie der Guave entwickelt. Die endemische, salzresistente Galapagostomate ist dazu benutzt worden, einen Hybriden zu erschaffen, welcher in der Lage ist in salzigem Boden überall auf der Welt zu wachsen.
Scalesia Zone
Die niedrigstgelegene der luftfeuchten Zonen, ist nach den Sonnenblumenbäumen (Scalesia pedunculata) benannt, die zwischen 300 und 600m Höhe wachsen. Der Sonnenblumenbaum ist einer der wenigen Bäume der Asternfamilie, die ausgewachsen bis zu 15m Höhe erreichen. Sein Stamm und seine Äste sind mit Moos und Flechten bedeckt. Diese Gegend ist luftfeucht und vermittelt einem das Gefühl, dass man sich im Regenwald befindet.
Seitdem Menschen die Inseln erreicht haben, hat sich das Vorkommen der Sonnenblumenbäume in hohem Maße verringert. Mit ihnen kamen Schweine und Ziegen, welche junge Pflanzen verschlingen und sich ebenfalls von den älteren Pflanzen ernähren. Die Menschen haben ebenfalls die Guave eingeführt, welche durch ihr Wachstumsverhalten Nährstoffe stiehlt und so das Überleben für konkurrierende Pflanzen quasi unmöglich macht.
Miconia Zone
Oberhalb der Scalesia Zone (600-700m) findet man die luftfeuchte Zone, welche nach dem Miconia-Strauch benannt wurde, der einst in dieser Region dominierte. Der Miconia Robinsoniana-Busch wächst zu einer Höhe von bis zu 4m heran, durch seine gelb oder rötlich schattierten Blätter ist er einfach zu identifizieren.
Der Miconia-Strauch ist endemisch und seit der Ankunft des Menschen auf den Inseln ist er zu einer gefährdeten Art geworden. Eingeschlepptes Vieh hat die Miconia-Sträucher bis zu einem gefährlich niedrigem Level abgegrast.
Pampa Zone
Auf den Inseln mit Höhenlagen über 900 kann die höchstgelegene Vegetationszone vorkommen, die Farn- oder Pampa Zone. Das Auftreten dieser Zone hängt von der Menge der Feuchtigkeit ab, die sie empfängt. Diese Region beherbergt keine Bäume oder Sträucher, dafür findet man den über 3m hohen Baumfarn und Leberblümchen sehr häufig.
Oberseite
Fauna
Die Inseln haben ein weites Aufgebot an endemischer Fauna, wie wirbellosen Tieren, Vögeln, Reptilien und einigen Säugetieren. Die Mehrheit dieser sind einheimisch, aber einige wurden auch eingeführt. Die Galapagos-Riesenschildkröte ist wohl das bekannteste aller endemischen Lebewesen. Infolge von Adaption an das Terrain verschiedener Inseln haben sich 11 Unterarten entwickelt und aufgrund von Jagd und eingeführter Spezies sind alle dieser Unterarten gefährdet. Farbenprächtige Leguane sind ebenfalls weitverbreitete endemische Ortsansässige. Galapagos ist das zu Hause von Landleguanen, Meeresleguanen, sowie eines Hybriden der beiden. Der Archipel ist wohlbekannt als der Himmel auf Erden für Vogelbeobachter. Die Vogelwelt besteht aus 57 Bewohnern, fast die Hälfte davon ist endemisch, 13 Arten sind regelmäßige Migranten. Von Darwins Finken existieren 13 Sub-Spezies, welche sich jeweils individuell an die Umgebung der verschiedenen Inseln angepasst haben. Weitere endemische Arten sind die Lavamöwe, der Galapagos-Pinguin, der Galapagos-Sturmvogel, der flugunfähige Malteserkormoran, der Lavareiher, die Galapagos-Schwalbe und die Galapagos-Taube. Das Leben im Ozean ist genauso abwechslungsreich und einzigartig wie das in der Welt darüber. Das Galapagos Naturschutzgebiet beherbergt unzählige Haie, Rochen, Wale, Karettschildkröten, sowie grüne Meeresschildkröten. Fast 300 verschiedene Fischarten konnten verzeichnet werden. Die rote Klippenkrabbe kann man fast an jedem Ufer bestaunen.
Galapagos Vögel und andere Tiere
Früh in der Entwicklung der Inseln haben viele Wandervögel aus den benachbarten Ländern Kolumbien, Ecuador und Peru ihren Weg nach Galapagos gefunden. Über die Jahre wurden mehr und mehr Vögel durch die Passatwinde nach Galapagos gelenkt. Heute residieren 19 verschiedene Spezies von Vögeln auf den Galapagos-Inseln, 50% sind endemisch, darunter der Galapagos-Pinguin, die Galapagosscharbe, der Galapagosalbatros, die Lavamöwe und die Gabelschwanzmöwe. Mehr als 700.000 Zugvögel können auf Galapagos gesichtet werden. Galapagos ist das zu Hause von fast 1/3 der gesamten Weltpopulation von Blaufußtölpeln, hat die höchste Konzentration von Maskentölpeln und beherbergt die größte Rotfußtölpel-Kolonie. Während sich einige Vögel im Laufe der Zeit seit der Erstankunft ihrer Vorfahren auf Galapagos fast gar nicht verändert haben, modifizierten sich andere und es entwickelten sich neue Unterarten, wie z.B. der Rubintyrann und die Sumpfohreule. Wiederum andere entwickelten sich zu komplett neuen Spezies wie der Galapagosadler und die Galapagostaube. Die drastischsten evolutionären Wandlungen kann man an den Spottdrosseln bzw. den Finken feststellen, welche sich je nach Umwelt der jeweiligen Insel in etliche Unterarten weiterentwickelt haben.
Durch die Knappheit von raubtierhaften Säugetieren wird das Leben auf den Inseln von Reptilien dominiert: Repräsentiert von der berühmten Riesenschildkröte, den Land- und Meeresleguanen, der Lavaeidechse und den Meeresschildkröten. Diese Kreaturen repräsentieren ihre engen Verwandten des südamerikanischen Festlandes. Auf Galapagos existieren 27 Spezies von Reptilien, 17 davon sind endemisch.
Über die letzten Jahre hinweg begannen die Leute der bemerkenswerten Unterwasserwelt mehr und mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Diese besteht aus weitaus mehr als nur den Galapagos-Seebären, den Seelöwen und den roten Klippenkrabben, welche zu jeder Zeit zu sehen sind. Diese Welt beherbergt außerdem 16 Spezies von Walen und 7 verschiedene Arten von Delfinen, 18 Spezies von Aalen, 5 Spezies von Rochen, 12 Spezies von Haien sowie allerlei andere Unterwasserkreaturen, von tropischen Kaiserfischen bis hin zu Seegurken.
Galapagos: Meeresflora und -fauna
Die Kombination von warmem, tropischem Wasser und dem Auftrieb des Tiefenwassers des kalten, nährstoffreichen Humboldt-Stromes ermöglichen es den Galapagos-Inseln ein breites Spektrum an Meereslebewesen zu ernähren. Die Wasser des Archipels sind das zu Hause von Haien, Meeresschildkröten, Seelöwen und 306 Arten von Fischen. 25% dieser Arten sind endemisch. Es gibt nur wenige Korallenriffe im Wasser, stattdessen übernehmen die Spalten im Lava die Funktionen eines Riffes in anderen Umgebungen.
Besichtigung der Unterwasserwelt
Die Zahl der Tauchtrips ist im Laufe der letzten Jahre stark angestiegen. Einige dieser Trips besuchen die abgelegeneren Inseln des Archipels wie "Darwin" und "Wolf", auf denen Landbesuche nicht möglich sind, aber Tauchgänge bemerkenswert sind. Das Highlight dieser Trips ist, sich Galapagos' faszinierendste Kreaturen anzuschauen, wie z.B. Walhaie, Hammerhaie, und Manta-Rochen. Seelöwen, Galapagoshaie, Adler- und Kuhnasenrochen sowie unendlich große Fischschwärme können regelmäßig auf den Tauchtagestrips rund um die Insel Santa Cruz und den anderen nahegelegenen Inseln im Zentrum des Archipels besichtigt werden. Auf naturhistorischen Kreuzfahrten können Besucher einen Blick auf das Leben der Galapagos'schen Unterwasserwelt erhaschen und auf wundervollen Schnorchelexkursionen in Plätzen wie der "Corona del Diablo" (Teufelskrone), einem unter Wasser liegendem Vulkan, hat man das Gefühl in einem tropischen Aquarium zu schwimmen. Die Chance im "Academy Bay" mit einer Seelöwenkolonie zu schwimmen sollte man ebenfalls nicht verpassen.
Meeresschildkröten
Die grüne Meeresschildkröte verbringt den Großteil ihres Lebens im Ozean. Der Panzer einer ausgewachsenen Meeresschildkröte misst bis zu 1m Länge und hat ein Gewicht von bis zu 180kg. Sie verpaaren sich in den Gewässern unweit von Galapagos, oft kann man sie bei "Caleta Tortuga Negra" oder auf Santiago beobachten. Männchen verlassen das Meer niemals, aber die Weibchen kommen auf einigen Inseln ans Land, um an den Stränden zu nisten und Eier zu legen.
Die grüne Meeresschildkröte ist eine gefährdete Spezies. Die Schildkröteneier werden oft gefressen und in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Zerstörungen der Nester durch eingeschleppte Tiere wie Schweine und Ratten. Adler, Reiher, Spottdrosseln und Fregattvögel machen an Land Jagd auf Jungtiere, im Wasser werden sie von Fischen und Haien gejagt.
Wale und Delfine
Im 19. Jahrhundert war Walöl die Hauptquelle für Energie überall in der Welt. Wale, Delfine und andere Tümmler haben eine Fettschicht um ihren Körper, welche ihnen auf langen Wanderungen ermöglicht in kalten Gewässern ihre Körperwärme zu erhalten.
Die Walfänger suchten diesen Walfischspeck um ihn zu Walöl zu schmelzen. Galapagos war viele Jahre das Zentrum des Walfangs im Pazifischen Ozean.
Glücklicherweise wird seit vielen Jahren kein Walfang mehr ausgeübt und viele dieser gigantischen Säuger besuchen heute die Galapagos-Inseln wieder während ihren Wanderungen.
Wale, Delfine und Tümmler gehören zu der
Familie der Waltiere, welche man in zwei Gruppen unterteilen kann:
Zetazeen mit Zähnen und Zeatazeen mit Barten. Barten sind Hornplatten im Oberkiefer von zahnlosen Walen. Die Wale nehmen eine große Menge Wasser auf, schließen den Kiefer und drücken das Wasser wieder nach außen, durch die Barten werden Plankton, Shrimps, Sardinen und andere Kleintiere herausgefiltert. Zu den Bartenwalen gehören unter anderem Blauwale, Finnwale, Seiwale, Buckelwale, Brydewale und Minkewale- all diese können in den Gewässern um Galapagos beobachtet werden.
Die Gruppe der Zahnwale ist breitgefächert, zu ihr gehören unter anderem Pottwale, Orkas, Schwertwale, Grindwale, Pilotwale und verschiedene Delfinarten. All diese kann man ebenfalls regelmäßig rund um Galapagos entdecken. Große Tümmler schwimmen häufig in der Bugwelle von Booten und Weißbauch-Delfine kann man teilweise sogar in Schulen zu Hunderten bestaunen.
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